Saarbrücken Lerchesflurweg 37

Justizvollzugsanstalt Saarbrücken Lerchesflurweg 3


Übersicht

Saarbrücken Lerchesflurweg 37
Deutschland, Bundesland Saarland, Landkreis Regionalverband Saarbrücken


Zeittafel

22.08.1900
Schreiben des preußischen Regierungspräsidenten zu Trier an den Bürgermeister der Stadt Saarbrücken, in welchem mitgeteilt wird, dass ein Gefängnisneubau geplant ist.

13.09.1900
Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Saarbrücken zur Beschlussfassung über den An- und Verkauf von Grundstücken zum Neubau eines Gefängnisses.

04.05.1904
Kaufvertrag über mehrere Grundstücke zum Neubau eines Gefängnisses zwischen dem Königreich Preußen und vier Saarbrücker Bürgern vor Notar Piro.

01.12.1904
Baubeginn.

01.12.1907
Übergabe des Gefängnisses in Saarbrücken für männliche und weibliche Gefängnis-, Haft-, Polizei- und Untersuchungsgefangene an den Vorsteher Strafanstalts-Oberinspektor Ludwig Schütz.

18.10.1910
Vorsteher Ludwig Schütz tritt im Alter von 72 Jahren in den Ruhestand.
Neuer Vorsteher wird der Strafanstalts-Oberinspektor Gustav Adolf Apitz, der vorher im Gefängnis von Grohs-Strelitz tätig war.

21.10.1913
Strafanstalts-Oberinspektor Gustav Adolf Apitz beendet seinen Dienst in Saarbrücken und wechselt in das Gefängnis nach Insterburg.

31.10.1913
Neuer Vorsteher wird Strafanstalts-Inspektor Felix Grüttner, der von der Anstalt Remscheid- Lüttringhausen nach Saarbrücken versetzt wird.

25.09.1917
Der Vorsteher Felix Grüttner beendet seinen Dienst in Saarbrücken und verzieht nach Hamm.
Zum neuen Leiter des Gefängnisses Saarbrücken wird der Strafanstalts-Oberinspektor Hermann Messerschmidt, der bereits seit 24.10.1914, von Hameln kommend, im Gefängnis Saarbrücken tätig ist, ernannt.

15.02.1921
Der Vorsteher Hermann Messerschmidt wird pensioniert und zieht nach Voremberg im Kreis Hameln. Am gleichen Tag übernimmt der damalige Rendant, Hermann Hempel, die Leitung des Saarbrücker Gefängnisses. Ein Jahr später wird er von der Regierungskommission zum Strafanstalts-Direktor ernannt.

03.11.1933
Letzte aktenkundige Hinrichtung in der Strafanstalt Saarbrücken.

04.04.1934
Hermann Hempel wird zum Preußischen Strafanstalts-Direktor ernannt.

14.05.1934
Verordnung über den Vollzug von Freiheitsstrafen und von Maßregeln der Sicherung und Besserung, die mit Freiheitsentziehung verbunden sind (Strafvollzugsordnung).

28.02.1935
Der Gerichtsassessor Hubert Dackweiler wird beauftragt die Geschäfte des Untersuchungs- und Strafgefängnisses Saarbrücken für die deutsche Justizverwaltung zu übernehmen.

01.03.1935
Strafanstalts-Direktor Hermann Hempel tritt in den Ruhestand.
Dienstantritt des Gerichtsassessors Hubert Dackweiler im Gefängnis Saarbrücken.

02.03.1936
Antrag betreffend Neu-, Um- und Erweiterungsbauten in der Strafanstalt I durch den Generalstaatsanwalt in Köln an das Reichsbauamt, hier: Erweiterungsbau der Hauptanstalt (Männerhaus).

Juni 1939
Belegung des neuen Zellenflügels D mit 100 Einzelzellen.

31.08.1939
In der Nacht zum 01. September 1939 wird das Gefängnis Saarbrücken im Rahmen der Evakuierung der Roten Zone geräumt.

30.09.1939
Herr Regierungsrat Hubert Dackweiler verlässt das Strafgefängnis in Saarbrücken und übernimmt die Leitung der Strafanstalt Wartestadt im besetzten Polen. Die Planstelle Dackweilers als Regierungsrat in Saarbrücken erhält der bisherige Verwaltungsinspektor Bodo Combrinck, der jedoch
seine Tätigkeit beim Strafgefängnis in Anrath beibehält.

07.10.1940
Wiederbelegung des Untersuchungs- und Strafgefängnis Saarbrücken nach dem Ende der Evakuierung.

08.12.1940
Regierungsrat Erich Keil übernimmt vom Untersuchungs- und Gerichtsgefängnis Nürnberg kommend die Gefängnisleitung.

11.02.1943
Verhängung einer sofortigen Aufnahmesperre durch das Gesundheitsamt Saarbrücken wegen des Ausbruches einer Fleckfieberseuche.

28.03.1944
Regierungsrat Erich Keil wird an das Straf- und Jugendgefängnis Stuhm abgeordnet.
Sein kommissarischer Nachfolger wird Verwaltungs-Oberinspektor Christian Duus.

Dez. 1944
Die Räumung des Gefängnisses Saarbrücken wird durch die Justizverwaltung veranlasst.
Der Verwaltungs-Oberinspektor Christian Duus wird an das Gefängnis Frankenthal abgeordnet.

Mai 1945
Kanzlei-Inspektor Franz Ullinger wird auf Vorschlag der Personalabteilung des Rathauses durch die amerikanische Militärregierung zum Anstaltsvorstand des Strafgefängnisses und der Untersuchungshaftanstalt Saarbrücken bestellt.

09.01.1946
Kanzlei-Inspektor Franz Ullinger verlässt das Gefängnis Saarbrücken.
Nachfolger wird der Verwaltungs-Oberinspektor Johannes Göhler.

04.12.1947
Regierungsrat Kurt Uherek wird Vorsteher des Strafgefängnisses und der Untersuchungshaftanstalt Saarbrücken.

27.03.1960
Rundfunkübertragung des Abschiedsgottesdienstes für den Oberpfarrer Philipp Schlichter.

01.12. 1961
Dienst- und Vollzugsordnung ( DVollzO ).

31.12.1969
Regierungsdirektor Kurt Uherek wird in den Ruhestand versetzt.

01.01.1970
Amtsgerichtsrat Georg Buhr wird neuer Vorsteher der Strafanstalt Saarbrücken.

April 1970
Erstausgabe der Hauszeitung „Die Mauer“.

01.06.1972
Die Strafanstalt Saarbrücken erhält die Bezeichnung „Justizvollzugsanstalt Saarbrücken“.

30.04.1975
Übergabe des neuen Untersuchungshaftgebäudes mit vier Werkhallen, einem Verwaltungsgebäude und einer neuen Heizzentrale durch den Minister für Rechtspflege Dr. Rainer Wicklmayr.

01.01.1977
Inkrafttreten des neuen Strafvollzugsgesetz.

04.03.1983
Übergabe der neuen Sporthalle.

16.03.1983
Übergabe des neuen Wirtschaftsgebäude mit Küche, Bäckerei, Metzgerei und Wäscherei.

02.11.1987
Ltd. Regierungsdirektor Georg Buhr wird an das Amtsgericht Völklingen versetzt.
Ltd. Regierungsdirektor Hermann Kipper, vormals Referatsleiter im hessischen Justizministerium, wird neuer Anstaltsleiter.

Dez. 1987
Erstausgabe der Gefangenenzeitung „Pro Reo“.

06.09.1991
Übergabe des Hafthauses 3 mit 126 Haftplätzen durch Justizminister Dr. Arno Walter.

01.12.1991
Ltd. Regierungsdirektor Hermann Kipper wird an die JVA Frankfurt I versetzt.
Regierungsdirektor Ernst-Peter Hirschmann wird neuer Leiter der JVA Saarbrücken.

29.03.1996
1. Hammerschlag zum Umbau und zur Sanierung des Hafthauses 1 durch Justizminister Dr. Arno Walter.

01.06.1998
Ltd. Regierungsdirektor Ernst-Peter Hirschmann wird an die Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken abgeordnet.

15.07.1998
Regierungsdirektor Wolfgang Kuhl, Leiter der JVA Ottweiler, wird neuer Leiter der JVA Saarbrücken.

31.10.2001
Ltd. Regierungsdirektor Wolfgang Kuhl wird an das Ministerium der Justiz versetzt.

01.01.2002
Regierungsdirektorin Birgit Junker, Leiterin der JVA Ottweiler, wird neue Leiterin der JVA Saarbrücken.

24.10.2002
Abschluss des Umbaus und der Sanierung des Hafthauses 1.

01.01.2003
Eröffnung der Sozialtherapeutischen Abteilung.

16.12.2003
Abschluss der Erweiterung und der Sanierung des Wirtschaftsgebäudes.

28.09.2006
1. Spatenstich zum Neubau des Hafthauses 4 und der Werkhalle 5 durch Justizstaatssekretär Wolfgang Schild.
Quelle: Einhundert Jahre Justizvollzugsanstalt Saarbrücken


25.05.1942

am 25.05.1942 wird der am 19.08.1923 in Zweibrücken geb. Schu Harry Harald mit einen Transport von der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken Lerchesflurweg 37 zum Konzentrationslager Dachau überstellt.