Schutzhaftlager

Bezeichnung: Heuberg

Gebiet
Baden-Württemberg, Regierungsbezirk Tübingen, Landkreis Sigmaringen

Eröffnung
05.03.1933

Schließung
21.12.1933 Nach der Schließung wurden die Häftlinge in die KZ Ulm (Kuhberg) und Ankenbuck verlegt

Häftlinge
Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Arbeitersportler, Mitglieder des Reichsbanners und des antifaschistischen Kampfbundes, Juden aus ganz Württemberg, ab Mai 1933: Überstellungen aus Untersuchungsgefängnissen in Baden. Am 15.04.1933 befanden sich 1.902 Häftlinge (etwa 100 aus Mannheim) im Lager; zeitweise stieg die Häftlingsstärke auf über 2.000. Insgesamt waren etwa 15.000 Menschen im Lager inhaftiert.

Geschlecht
Männer

Einsatz der Häftlinge bei

Art der Arbeit
Straßenbau auf dem Truppenübungsplatz

Bemerkungen
Das Lager befand sich in den Gebäuden eines früheren Großkinderheimes auf dem Truppenübungsplatz Heuberg und war der Gestapo Württemberg unterstellt. Die Bewachung bestand aus 65 Schutzpolizisten und 500 SA-Leuten, die die Schutzhäftlinge beständig demütigten und schwer misshandelten. Ein Häftling wurde ermordet.